Berlin/München (dpa) - Die Kritik an der Forderung nach einem Verbot von «Facebook-Partys» reißt nicht ab. Die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär forderte ein Ende dieser «Sommerloch-Diskussion».

«Es sind unsinnige Forderungen, von denen keiner weiß, wie realisierbar sie sind», sagte Bär der Nachrichtenagentur dpa. Die Vorsitzende des CSU-Netzrates sprach sich dafür aus, dass sich «nur Leute zu Internet-Themen äußern, die sich damit auch auskennen».

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte ein Verbot für Partys gefordert, bei denen es schon im Vorfeld Hinweise auf eine Gefahr gebe. Der bayerische CSU-Innenminister Joachim Herrmann unterstützte die Forderung und warnte, aus einer harmlosen Geburtstagseinladung könne schnell ein massives Sicherheitsproblem werden. Im vergangenen Monat hatte eine Jugendliche in Hamburg versehentlich ihre Geburtstagsparty über das Onlinenetzwerk Facebook öffentlich angekündigt. Daraufhin kamen 1600 ungebetene Gäste. Die Polizei rückte mit 100 Einsatzkräften an.