San Juan (dpa) - Bayer Leverkusens umworbener Mittelfeldspieler Arturo Vidal lässt sich von den immer wilder werdenden Wechselgerüchten um seine Person nicht aus der Ruhe bringen. Bei der Copa América in Argentinien erzielte der 24-Jährige den 2:1 (0:1)-Siegtreffer für Chile gegen Mexiko.

Die Sportzeitung «Triunfo» berichtete parallel dazu in seiner Heimat, dass der italienische Rekordmeister Juventus Turin angeblich bereit sei, eine Ablösesumme von 21 Millionen Euro für den auch von Bayern München und dem SSC Neapel begehrten Fußball-Profi zu zahlen.

Dass die Südamerika-Meisterschaft auch dank ihrer Bundesliga- Legionäre immer besser in Fahrt kommt, hatte wenige Stunden zuvor schon Paolo Guerrero vom Hamburger SV gezeigt. Der peruanische Stürmer bescherte dem Turnier mit seinem Tor beim 1:1 (1:1) gegen den WM-Halbfinalisten Uruguay die nächste Überraschung.

Der 27-Jährige brachte Peru in San Juan in der 24. Minute in Führung. Uruguays Stürmerstar Luis Suárez vom FC Liverpool glich kurz vor der Pause (44.) aus. «Einige klangen vor dem Turnier so, als hätten die Favoriten ihre Spiele schon gewonnen, bevor sie überhaupt angefangen haben. Daran haben wir nie geglaubt», sagte Uruguays Trainer Oscar Washington Tabarez. Vor dem WM-Vierten hatten bereits Gastgeber Argentinien (1:1 gegen Bolivien) und Titelverteidiger Brasilien (0:0 gegen Venezuela) einen Fehlstart hingelegt.

Im bislang torreichsten Spiel der Copa América machte Chile gegen Mexiko binnen sechs Minuten aus einem 0:1-Rückstand einen 2:1-Sieg. Néstor Araujo (40.) hatte für Mexiko getroffen, Esteban Paredes (66.) und Vidal (72.) gaben die chilenische Antwort. «Das erste Spiel bei einem Turnier ist immer schwer. Die Mannschaft hat das sehr gut gemacht», meinte Chiles Coach Claudio Borghi.

Der Argentinier hat mit deutlich mehr Nebengeräuschen zu kämpfen, als ihm lieb sein kann. Denn noch mehr als Vidal steht Stürmer Alexis Sánchez vom italienischen Club Udinese Calcio im Mittelpunkt von Transferspekulationen. Der 22-Jährige würde gern zum FC Barcelona wechseln, wird aber auch von Manchester City, Manchester United, Juventus Turin und Inter Mailand umworben.