Berlin (dpa) - Die Haushaltslage der 16 Bundesländer hat sich im ersten Halbjahr 2011 deutlich besser entwickelt als bislang erwartet. Insgesamt mussten die Länder ein Defizit von 4,7 Milliarden Euro ausgleichen - bei einem geplanten Gesamtdefizit von 23,8 Milliarden Euro für das Jahr 2011.

Das teilte das Bundesfinanzministerium mit. Im Vorjahreszeitraum waren mit 10,5 Milliarden Euro mehr als doppelt so viele Schulden gemacht worden.

Dass die Länder finanziell so gut dastehen, ist vor allem höheren Einnahmen zu verdanken. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 8,6 Prozent gestiegen, die Ausgaben dagegen nur um 3,8 Prozent, wie zunächst das «Handelsblatt» berichtet hatte.

Fünf Bundesländer schreiben bislang sogar schwarze Zahlen: Sachsen, Bayern, Hamburg, Brandenburg und Thüringen mussten noch keine neuen Kredite aufnehmen. Schlusslichter sind Berlin und Nordrhein-Westfalen, sie verzeichnen die größten Haushaltsdefizite.

Pressemitteilung des BMF