Rom (dpa) - Im italienischen Fußball-Wettskandal ist der Erstligist Chievo Verona zu einer Geldstrafe von 80 000 Euro verurteilt worden. Der Serie A-Club einigte sich mit der Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes (FIGC) auf einen Vergleich.

Chievos Berater Stefano Bettarini wird Mitgliedschaft in einer Wettbande vorgeworfen, die Spiele manipuliert und dann in Asien hohe Summen auf die vereinbarten Ergebnisse gesetzt haben soll. Chievo selbst waren keine Manipulationen zur Last gelegt worden.

Insgesamt stehen 18 Profi-Vereine sowie 26 Spieler und Funktionäre wegen unerlaubter Wetten und Liga-Manipulation vor der Disziplinarkommission. Unter den Clubs ist auch der Erstligist Atalanta Bergamo, dem ein Zwangsabstieg in die 2. Liga droht, sowie die Zweitligisten Ascoli, Verona und Sassuolo. Zu den betroffenen Spielern zählen unter anderen Bergamos Kapitän Cristiano Doni und Ex-Nationalspieler Giuseppe Signori.

Verbands-Chefankläger Stefano Palazzi stützt seine Strafanträge auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Cremona. Diese hatte vor zwei Monaten bei einer landesweiten Razzia einen mutmaßlichen Wettbetrügerring zerschlagen und dabei 16 Personen festgenommen. Unter ihnen war auch Signori, der genauso wie Doni jegliche Beteiligung an illegalen Wetten bestreitet. Derzeit stehen rund 60 Erst-, Zweit- und Drittligaspiele unter Manipulationsverdacht.