Bremen (dpa) - Bundesligist Werder Bremen drohen wegen der teilweise eingefrorenen Gehälter für seine Fußball-Profis weitreichende Konsequenzen.

«Es ist rechtlich nicht zulässig, das Gehalt einzubehalten. Die Spieler könnten klagen oder von ihrem Rückbehaltungsrecht der Arbeit Gebrauch machen», sagte der Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VdV, Ulf Baranowsky, der Nachrichtenagentur dpa. Laut Baranowsky könnten die Spieler erklären: «Wir haben kein Geld bekommen, also treten wir auch nicht zum Spiel an».

Bremen rechnet nicht mit rechtlichen Schritten seiner Spieler. «Für alle, die sich Sorgen um Werder machen, die kann ich beruhigen. Werder verhält sich korrekt und es wird auch keine Probleme geben», sagte Clubchef Klaus Allofs. Die Profis hatten bestätigt, offensichtlich aufgrund des schlechten Saisonstarts im September nur das halbe Gehalt erhalten zu haben. Die Vereinsführung wollte sich nicht weiter dazu äußern. «Es gibt einen Bereich bei uns, der nicht öffentlich ist. Daran halten wir uns», sagte Allofs.

Die VdV steht derzeit in «engem Kontakt» zu den Bremer Profis. Baranowsky wollte sich jedoch nicht zu möglichen rechtlichen Schritten der Fußballer äußern. «Wir haben uns geeinigt, zu dem konkreten Fall keine Stellung zu beziehen, obwohl wir im Bilde sind.»

Offensichtlich gehen die Werder-Spieler davon aus, die bislang einbehaltenen 50 Prozent im Oktober nachgezahlt zu bekommen. Laut VdV handelt es sich dennoch um einen nahezu einmaligen Vorgang. «So etwas kommt in der 1. und 2. Bundesliga eigentlich nicht vor», sagte Baranowsky.