London (dpa) - In Zeiten wie diesen müssen halt alle ein wenig kürzertreten, denkt sich die Queen - und streicht ihren 600 Angestellten im Buckingham Palace erst einmal die Weihnachtsfeier. Der Palast nannte am Donnerstag die «schwierigen finanziellen Umstände» vor denen die britische Nation stehe, als Begründung.

Die Kosten für die alle zwei Jahre abgehaltene Feier wurden von britischen Medien auf 50 000 Pfund (etwa 57 000 Euro) geschätzt. Der Palast bestätigte diese Summe nicht. «Es wurde entschieden, das es für den königlichen Haushalt angemessen sei, Zurückhaltung zu üben und die Party abzusagen», hieß es lediglich. Nächste Woche will die Regierung massive Ausgabenkürzungen verkünden, die Einschnitte für alle Briten bedeuten werden.

Die königliche Weihnachtsfeier ist bei den Angestellten sehr beliebt. Für viele von ihnen ist es eine der seltenen Gelegenheiten, die Royals persönlich zu treffen. Queen Elizabeth II., ihr Mann Prinz Philip oder Thronfolger Prinz Charles mischen sich bei der Gelegenheit traditionell unters Personal - sie sollen sogar schon auf der Tanzfläche gesehen worden sein.

Die Queen bekommt jährlich knapp 8 Millionen Pfund aus dem Staatshaushalt überwiesen, um ihre königlichen Pflichten erfüllen zu können. Im vergangenen Jahr gab sie davon allein 700 000 Pfund für Partys aus - etwa doppelt so viel wie noch 2001.