Karlsruhe (dpa) - Wer wegen einer Verspätung seinen Anschlussflug verpasst, hat Anspruch auf Entschädigung für die gesamte Strecke und nicht nur für einen Teil. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Konkret ging es um ein Ehepaar, das von Berlin über Amsterdam in die Karibik fliegen wollte. Wegen Nebels zog die KLM die Flugscheine für die erste Strecke ein und gab neue für den nächsten Tag aus. Die Beiden kamen so einen Tag später am Ziel an. Die KLM wollte sie nur für die Strecke nach Amsterdam entschädigen. Der BGH stellte klar, dass ihnen eine Entschädigung für die ganze Strecke zusteht.