London (dpa) - Der FC Chelsea hat im Kampf um die Meisterschaft in der englischen Premier League einen leichten Dämpfer erlitten, bleibt aber dennoch mit 19 Punkten unangefochten an der Tabellenspitze. Die «Blues» kamen bei Aston Villa nur zu einem torlosen Remis.

Auch Manchester United (14) tritt auf der Stelle und trennte sich am achten Spieltag mit dem spät eingewechselten Wayne Rooney mit 2:2 von West Bromwich Albion. Manchester-Trainer Sir Alex Ferguson hatte den Stürmerstar nach dessen öffentlicher, indirekter Kritik an ihm vermutlich zur Strafe zunächst auf die Bank gesetzt. Auch Rooney, der in der 71. Minute aufs Feld kam, konnte das bereits fünfte Remis von United nicht mehr abwenden.

Der FC Arsenal geriet im eigenen Stadion gegen Birmingham City zwar in Rückstand, siegte am Ende aber mit 2:1. Werder Bremens Champions-League-Gegner Tottenham Hotspur gewann das London-Derby beim FC Fulham mit 2:1. Stoke City und der deutsche Verteidiger Robert Huth unterlagen den Bolton Wanderers mit 1:2.

Chelsea war gegen Aston Villa die stärkere Elf, brachte vor dem gegnerischen Tor aber wenig zustande. Versuche von Gael Kakuta, der den verletzten Didier Drogba vertrat, Michael Essien und Nicolas Anelka gingen weit vorbei. Im zweiten Durchgang traf «Blues»- Verteidiger Branislav Ivanovic in einer hitzigen Schlussphase den Pfosten (77.), ebenso wie Ciaran Clark auf der Gegenseite (79.).

Für Manchester United sah es im Stadion Old Trafford auch ohne Rooney erst nach einem Spaziergang aus. Javier Hernandez (5.) und Nani (25.) brachten die Gastgeber in Führung. Doch das Eigentor von Patrice Evra (50.) und ein Treffer von Somen Tchoyi (55.), der vom Patzer des United-Keepers Edwin van der Sar profitierte, ließen West Brom mit einem verdienten Punkt nach Hause reisen.

In Arsenals Emirates-Stadion war das Heimteam überlegen, den Gästen aus Birmingham gelang aber durch Nikola Zigic der erste Treffer (33.). Samir Nasri glich noch vor dem Seitenwechsel aus (41./Foulelfmeter), Marouane Chamakh glückte das Siegtor (47.). Arsenals Nachwuchsstar Jack Wilshere sah in der Nachspielzeit die Rote Karte (90.+2).

Beim FC Liverpool, der erst am Sonntag beim «Merseyside-Derby» auf den FC Everton trifft, stellte sich derweil der neue Besitzer John Henry den Spielern vor. «Es gibt viel Arbeit zu tun, um den Club dahin zu bringen, wo er hingehört», sagte Henry, dem auch das Baseballteam Boston Red Sox gehört. Sein Unternehmen NESV hatte Englands auf einem Abstiegsplatz rangierenden Rekordmeister nach tagelangen juristischen Auseinandersetzungen mit den vorherigen Besitzern am Freitag für rund 340 Millionen Euro übernommen.