Mailand (dpa) - «Milan do Brasil» - Mit brasilianischem Samba-Fußball hat sich der AC Mailand in der Liga für den Champions-League-Knaller am 19. Oktober bei Real Madrid warm geschossen.

Der Fußball-Club des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kam am siebten Spieltag der Serie A mit dem 3:1 gegen Chievo Verona bereits zum dritten Sieg nacheinander und ist nun seit fünf Spielen ungeschlagen. «Das war unsere Vorbereitung für eine großartige Partie in Madrid», kündigte der zweifache Torschütze Pato Spaniens Rekordmeister einen heißen Tanz an.

Der brasilianische Stürmer war mit seinem Doppelschlag in der 18. und 30. Spielminute der umjubelte Star des Mailänder Brasilianer-Trios. Pünktlich zum Besuch ihres Nationaltrainers Mano Menezes drehten Pato, Robinho und der als hängende Spitze überragende Ronaldinho auf. Ronaldinho bereitete vor, Pato verwandelte mit schlafwandlerischer Sicherheit und nachdem Milans Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic in der 70. Minute das eigene Tor getroffen hatte, wischte Robinho in der Nachspielzeit mit seinem ersten Tor für Mailand alle Zweifel am Sieg vom Tisch. «Jetzt hoffe ich, dass wir in Madrid den echten Robinho sehen», sagte der 26-jährige Brasilianer.

Einziger Wermutstropfen für die starken Mailänder, die mit 14 Punkten am Samstagabend vorerst die Tabellenführung übernahmen, war die Knöchel-Verstauchung bei Thiago Motta. Sein Einsatz gegen José Mourinhos Madrilenen ist in Gefahr.

Neben Milan siegte auch Bayern Münchens Champions-League-Gegner AS Rom und spielte sich damit allmählich aus seinem Tief. Der Hauptstadtclub gewann gegen den CFC Genua 1893 mit 2:1 und verließ nach seinem zweiten Sieg die Abstiegszone. In Rom trafen Marco Borriello (34.) und Matteo Brighi (53.) für die Gastgeber. Der Ex-Römer und ehemalige Bayern-Stürmer Luca Toni war an Genuas Ehrentreffer des Ungarn Gergely Rudolf (78.) beteiligt, ging aber selbst leer aus und haderte mit dem Schiedsrichter. «Ich bin im Strafraum gefoult worden, aber in Rom ist es schwierig, als Gast einen Elfmeter zu bekommen», stichelte Toni.