Berlin (dpa) - Sie gilt als eine der schönsten Frauen weltweit - er schuf mit «Avatar» den kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten: Schauspielerin Angelina Jolie und Regisseur James Cameron sind seit langem feste Größen im Filmgeschäft.

Nun könnten die beiden Hollywoodstars erstmals zusammenarbeiten. Cameron (53) will «Cleopatra» drehen und träumt von Jolie in der Rolle der legendären, wunderschönen Herrscherin von Ägypten, wie er nun der «New York Times» verriet: «Hört sich doch heiß an, oder nicht?»

Noch ist nicht sicher, ob es tatsächlich klappen wird. Doch nach bisherigem Plan soll «Cleopatra» im Jahr 2013 in die Kinos kommen, nach Camerons Wunsch in 3D. Dabei wird der dreifache Oscar-Gewinner sicher ein gewaltiges Spektakel vorlegen.

Immerhin ist der gebürtige Kanadier für großes und überbordendes Kino bekannt, viele seiner Werke schrieben bereits Filmgeschichte. Mit «Titanic» zum Beispiel verhalf er vor rund 13 Jahren nicht nur Kate Winslet und Leonardo DiCaprio zu Weltruhm. Das mit elf Oscars ausgezeichnete Werk galt jahrelang auch als der kommerziell erfolgreichste Film. Bis im vergangenen Jahr Camerons «Avatar - Aufbruch nach Pandora» kam. Das 3D-Werk spielte weltweit mehr Geld ein als jeder andere Film bisher.

Wahrscheinlich könnte sich auch «Cleopatra» mit Angelina Jolie in diese Aufzählung einreihen. Die sechsfache Mutter und Lebensgefährtin von Brad Pitt macht zwar immer wieder vor allem mit ihrem Privatleben Schlagzeilen. Doch auch als Schauspielerin feiert die 35-Jährige regelmäßig Erfolge: Sie gewann 2000 für «Durchgeknallt» den Oscar als beste Nebendarstellerin und begeisterte vor allem in actionlastigen Werken wie «Salt», «Lara Croft» oder «Mr. & Mrs. Smith» - bei dem sie den damals noch mit Jennifer Aniston verheirateten Brad Pitt kennenlernte und verführte.

Die Rolle der ebenso mächtigen wie schönen Herrscherin des alten Ägypten scheint damit perfekt für sie zu sein: Auch um Kleopatra ranken sich unzählige Mythen, auch ihre Schönheit ist legendär und Männer verfielen ihr wohl ähnlich leicht wie Schauspielerin Jolie.

Andererseits könnte «Cleopatra» für Cameron und Jolie ein Riesen- Desaster werden. Schon das gleichnamige Monumentalwerk von Regisseur Joseph Mankiewicz mit Elizabeth Taylor und Richard Burton 1963 stand unter keinem guten Stern. Das epische Werk gewann zwar vier Oscars, trieb das Studio 20th Century Fox aber wegen der enormen Produktionskosten fast in den Bankrott. Immerhin zogen sich die Dreharbeiten lange hin, unter anderem weil Taylor schwer erkrankte und der Dreh unterbrochen werden musste. «Cleopatra» galt daher bis zum Erscheinen von «Avatar» als einer der teuersten Spielfilme aller Zeiten.