Garmisch-Partenkirchen (dpa) - Nach dem perfekten Start der deutschen Alpinen in den WM-Winter ist die Vorfreude auf die Heim-Weltmeisterschaften noch ein bisschen größer geworden.

In dieser Woche sind es nur noch 100 Tage bis am 7. Februar die Eröffnung der Titelkämpfe in der Marktgemeinde gefeiert wird. «Bis jetzt haben wir die Tage runterzählen sehen von 300 auf 200 - jetzt wird es zweistellig. Das lässt sich in wenigen Wochen ausdrücken und dadurch wird es noch spannender», sagte Walter Vogel.

Vogel führt mit Peter Fischer die WM-Geschäfte. Und bei den bis zum 20. Februar dauernden Heim-Weltmeisterschaften wird der Veranstalter durch die am 6. Juli 2011 anstehende Entscheidung über die Winterspiele 2018 noch etwas mehr in den Fokus rücken. «Es ist uns bewusst, das wir im Schaufenster der Olympia-Bewerbung stehen», sagte Vogel. Aber den entscheidenden Ausschlag für das Votum des Internationalen Olympischen Komitees werde man nicht geben.

Gemessen an den Worten von Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Skiverbandes, wird Garmisch-Partenkirchen auch mit Blick auf die Olympia-Entscheidung für positive Schlagzeilen sorgen. «Ich habe ganz große Erwartungen. Die Weltmeisterschaften haben alle Voraussetzungen, die es braucht», sagte Kasper.

Bei den deutschen Sportlern, die durch den Doppel-Erfolg von Viktoria Rebensburg vor Kathrin Hölzl beim Riesenslalom in Sölden glänzend starteten, fährt die WM im ganzen Winter mit. «Als die WM vor fünf Jahren vergeben wurde, da war ich in Portugal dabei», erinnerte sich der zweimalige Weltcup-Gewinner Felix Neureuther. «Jetzt ist bald der Moment da. Ich durfte lange reifen und ich denke, dass ich reif bin für die WM in Garmisch.» Auch für seine Vereinskollegin Maria Riesch ist «die Heim-WM vor heimischen Publikum auf dem heimischen Berg» das große Ziel.

Die Athleten wollen bis zu den Titelkämpfen unter dem Motto «Festspiele im Schnee - natürlich bayerisch» im Weltcup Erfolge einfahren. Im WM-Ort geht es nunmehr um den finalen Schliff. «Wir wollen die letzten Dinge so verfeinern, dass wir am 6. Februar parat sind», sagte Vogel.

Der anstelle des alten Schlepplifts neu gebaute Sessellift am Gudiberg, wo Slalom und Super-Kombination entschieden werden, muss beispielsweise noch vom TÜV abgenommen werden. Zudem widmen sich die Veranstalter dem neuen Zielraum. Denn der Zieleinlauf auf dem Gudiberg führt nicht mehr in das Olympia-Skistadion, sondern in ein neues Slalom-Stadion am Fuße des Gudibergs. Die Atmosphäre für Athleten und Zuschauer soll so weiter verbessert werden.