Nürnberg (dpa) - Volle Auftragsbücher haben in vielen deutschen Firmen den Bedarf an Arbeitskräften weiter steigen lassen. Die Zahl der offenen Stellen liege damit inzwischen wieder auf Vorkrisen- Niveau, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit.

Allerdings steige der Bedarf nicht mehr ganz so rasant wie in den Vormonaten, gab die BA zu bedenken und verwies dabei auf die den örtlichen Arbeitsagenturen gemeldeten freien Stellen.

Der daraus errechnete sogenannte Beschäftigungsindex (BA-X) kletterte den Angaben zufolge im Oktober um 2 auf nun 143 Punkte. Der statistische Gradmesser für die aktuelle Kräftenachfrage erreichte damit zugleich das höchste Niveau seit August 2008. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Beschäftigungsindex um 32 Punkte.

Zur schnellen Erholung habe insbesondere die flexible Nachfrage von Zeitarbeitsunternehmen beigetragen. «Aber auch im Einzelhandel, im Bausektor, in der Gastronomie und im Gesundheits- und Sozialwesen werden aktuell zahlreiche Mitarbeitende gesucht», erläuterte die Bundesagentur. Mehr als drei Viertel der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen seien Vollzeitstellen, ebenfalls mehr als drei Viertel seien Arbeitsplätze für unbefristete Arbeitsverhältnisse.