London (dpa) - Der britische Energieriese BP sammelt weitere Milliarden ein, um die Folgen der Umweltkatastrophe am Golf von Mexiko finanzieren zu können.

Am Sonntag bestätigte BP der Nachrichtenagentur Bloomberg, man habe den 60-Prozent-Anteil am argentinischen Öl- und Gasproduzenten Pan America Energy (PAE) für rund sieben Milliarden Dollar verkauft. Käufer ist das ebenfalls in Buenos Aires beheimatete Öl- und Gasunternehmen Bridas, das damit alleiniger Eigentümer von PAE wird. Die bisher getätigten Verkäufe summieren sich damit nun auf 21 Milliarden Dollar.

Seit der von BP zu verantwortenden Umweltkatastrophe am Golf von Mexiko sucht das Unternehmen unter seinem neuen Chef Bob Dudley, die auf 40 Milliarden Dollar geschätzten Folgekosten unter anderem durch Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen gegenzufinanzieren. Im Juli hatte BP Veräußerungen in Höhe von 30 Milliarden Dollar bis Ende 2011 angekündigt.

Bridas gehört zu 50 Prozent dem chinesischen Staatsunternehmen Cnooc, das sich dort im März für 3,1 Milliarden Dollar einkaufte - die bisher größte Investition für Cnooc nach der 2006 erfolgten Übernahme von Teilen eines nigerianischen Ölfelds für 2,7 Milliarden Dollar und die erste Präsenz der Chinesen in Lateinamerika.