Amazon sperrt seine Server für Wikileaks - Assange in Großbritannien

Washington (dpa) - Das US-amerikanische Internet-Unternehmen Amazon hat die Wikileaks-Dokumente von seinen Servern verbannt. Die Internet-Aktivisten hatten bei der Veröffentlichung der geheimen diplomatischen US-Depeschen auf den Amazon Web Service zurückgegriffen. «Amazon Server abgedreht», schrieben sie bei Twitter und warfen dem US-Dienstleister einen Verstoß gegen die Redefreiheit vor. Sie kündigten an, sich nun einen europäischen Server zu suchen. Der mit internationalem Steckbrief gesuchte Wikileaks-Chef, Julian Assange, hält sich einem Zeitungsbericht zufolge in Großbritannien auf. Dem Scotland Yard sei sein Aufenthaltsort bekannt, berichtete das Blatt «The Independent».

Bundestag beschließt Neuregelung der Sicherungsverwahrung

Berlin (dpa) - Der Bundestag befasst sich heute mit einer Neuregelung der Sicherungsverwahrung für Schwerverbrecher. Dabei bleiben besonders gefährliche Täter auch nach Verbüßung ihrer Strafe eingesperrt. So soll die Bevölkerung vor ihnen geschützt werden. Der Gesetzentwurf beinhaltet auch eine Regelung für die Täter, die nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte entlassen werden müssen, obwohl sie weiter als gefährlich gelten. Sie sollen in neuen Einrichtungen sicher untergebracht werden, wenn sie «psychisch gestört» sind.

Deutschland gibt grünes Licht für Irland-Hilfe

Berlin (dpa) - Die milliardenschweren Finanzhilfen für das krisengeschüttelte Irland haben in Deutschland die entscheidende Hürde genommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmte am Abend nach dpa-Informationen mit Ausnahme der Linken geschlossen für das 85 Milliarden Euro starke Hilfspaket. Das verlautete aus Fraktionskreisen. Im Plenum muss formell nicht mehr über die Finanzspritze abgestimmt werden. Der Haushaltsausschuss ist hier das entscheidende Gremium.

Anti-Terrorkampf bestimmt zwei Konferenzen der EU-Minister