Tokio (dpa) - Die Industrieproduktion in Japan ist erstmals seit einem halben Jahr wieder gestiegen. Wie die Regierung am Dienstag auf vorläufiger Basis bekanntgab, erhöhte sich die Produktionsleistung im November um saisonbereinigt 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Dies entspricht den durchschnittlichen Erwartungen von Ökonomen. Vor allem in den heimischen Autofabriken sind die Fließbänder dank der im In- und Ausland gestiegenen Nachfrage wieder stärker ausgelastet.

Der Wirtschaftszeitung «Nikkei» zufolge dürften jedoch in diesem Jahr in Japan im zweiten Jahr in Folge weniger als 10 Millionen Autos von den Bändern rollen. Bis November seien nach vorläufigen Daten des Verbandes der Automobilbauer rund 8,7 Millionen Autos in den heimischen Fertigungsbetrieben produziert worden. Die von der Regierung befragten Unternehmen rechnen derweil branchenübergreifend für Dezember und Januar mit einem weiteren Anstieg der heimischen Produktion um 3,4 beziehungsweise 3,7 Prozent.

Trotz des Anziehens der Produktionsleistung bleibt das Wirtschaftsministerium bei seiner Einschätzung, dass sich die Produktion abgeschwächt hat. Schließlich sei die Produktion in den zurückliegenden fünf Monaten stetig gefallen. Derweil befindet sich die Wirtschaft des Landes weiter im Griff der Deflation. Die Verbraucherpreise sanken im November um 0,5 Prozent zum Vorjahr.

Damit dauert der Preisverfall seit 21 Monaten in Folge an. Die Arbeitslosenquote verharrte im selben Monat unverändert zum Vormonat bei 5,1 Prozent. Die Zahl der offiziell als arbeitslos erfassten Menschen belief sich auf 3,18 Millionen. Auf 100 Arbeitsuchende entfielen 57 offene Stellen. Im Vormonat waren es 56.