Port Elizabeth (dpa) - Joachim Löw hat nach dem gewonnenen Spiel um Platz drei gegen Uruguay ein überaus positives WM-Fazit gezogen. Seine Zukunft als Bundestrainer der deutschen Fußball- Nationalmannschaft ließ der 50-Jährige aber offen.

Wie bewerten Sie den abschließenden 3:2-Sieg gegen Uruguay?

Löw: «Beide Mannschaften haben noch mal alle Kräfte mobilisieren müssen. Beide wollten mit einem Sieg und nicht mit ganz leeren Händen nach Hause reisen. Kompliment an die Mannschaft, mit welcher Moral und welchem Kraftaufwand sie dieses Spiel nochmals gedreht hat, als wir hinten lagen. Da hat man gemerkt, welche Moral und welcher Wille in dieser Mannschaft steckt. Die Mannschaft hat es verdient.»

Wie fällt Ihr WM-Fazit aus?   

Löw: «Es war für uns ein ganz bemerkenswertes Turnier. Was wir geschafft haben, konnte man vor acht, neun Wochen nicht unbedingt erwarten. Wir haben hart gearbeitet, unheimlich viel investiert und eine bemerkenswerte Leistung gebracht. Viele Spieler hatten noch nie ein Turnier gespielt. Wir haben unglaublich viele Tore erzielt. Was ich besonders schätzen gelernt habe, war, dass die Mannschaft auch neben dem Platz ein hervorragendes Bild abgegeben hat. Seriöses Arbeiten. Mutig sein im Spiel. Risikofreude, Teamwork, Respekt. Und sie hat nicht nur miteinander gespielt, sondern auch füreinander. Ich bin stolz, dass wir so ein Bild abgegeben haben.»

Wie enttäuschend ist es, nicht das Finale erreicht zu haben?

Löw: «Wir waren enttäuscht nach dem Spiel gegen Spanien. Es ist dann auch wichtig, dass man das letzte Spiel in einem Turnier gewinnt. Es war wichtig, dass wir wieder aufstehen. Champions stehen wieder auf, wenn sie mal verloren haben. Das haben wir geschafft. Wir fahren mit einem unglaublich guten Gefühl nach Hause.»