NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag infolge des US-Zinsentscheids deutlich von seinem Tagestief erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde in New York kurzzeitig wieder knapp über der 1,32-US-Dollar-Marke gehandelt, nachdem sie im europäischen Handel noch bis auf 1,3076 Dollar abgerutscht war. Zuletzt wurden für einen Euro 1,3190 Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3133 (Vortag: 1,3253) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7614 (0,7545) Euro.

Händler verwiesen darauf, dass die US-Notenbank Fed künftig auslaufende Hypothekenkredite der staatlichen Immobilienfinanzierer in langlaufende Staatsanleihen umschichten will, um die lahmende Wirtschaft mit mehr Liquidität zu stützen. Dies sei insofern beachtlich, da noch vor wenigen Monaten über einen Ausstieg aus dem billigen Geld debattiert worden sei, so der Börsianer. Für den Dollar sei dabei nicht gerade förderlich, dass die Fed in ihren Kommentaren von einem moderateren Verlauf der Wirtschaft in den USA sprach, ergänzte Brian Dolan, Chef-Stratege bei Forex.com. Zudem habe der Schwung in längerfristigen US-Anleihen den Dollar weniger attraktiv für die Anleger gemacht, so Dolan.