Gericht verlängert Frist für Karstadt

Essen (dpa) - Neue Frist für Karstadt: Das Essener Insolvenzgericht hat am Dienstag die Entscheidung über die Annahme des Insolvenzplans für die Warenhauskette vertagt. Neuer Termin ist der 3. September. Es seien noch nicht alle Bedingungen erfüllt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Wesentliche Bedingung ist die Wirksamkeit des von Investor Nicolas Berggruen unterzeichneten Kaufvertrages. Voraussetzung dafür ist eine endgültige Einigung mit dem Karstadt-Vermieter Highstreet, die bislang noch aussteht. Ohne Einigung ist der Kaufvertrag unwirksam und das Insolvenzgericht kann den Plan nicht annehmen. Dann droht die Zerschlagung.

Großstädte zählen wieder mehr Gästeübernachtungen

Wiesbaden (dpa) - Die Wirtschaftserholung lässt die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland wieder steigen. Profitieren konnten im ersten Halbjahr 2010 aber nur die Großstädte, die viele Geschäftsreisende anziehen. In kleineren Städten und Gemeinden blieben die Übernachtungszahlen nahezu konstant, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern stieg die Zahl der erfassten Übernachtungen um neun Prozent auf 47,7 Millionen. Im übrigen Bundesgebiet blieben die Gästeübernachtungen dagegen mit 119,4 Millionen auf dem Niveau des Vorjahreshalbjahres.

Oracle-Chef geißelt Rauswurf bei HP

New York (dpa) - Der Rauswurf von Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd sorgt für Kopfschütteln in der Branche. «Das war die dümmste Personalentscheidung, seitdem die Idioten im Apple-Verwaltungsrat vor vielen Jahren Steve Jobs gefeuert haben», schrieb Larry Ellison am Montag in einer E-Mail an die «New York Times». Ellison ist Chef des Softwareriesen Oracle und gilt als guter Freund von Hurd. Der hatte am Freitag seinen Rücktritt erklärt, nachdem der Verwaltungsrat ihn dazu gedrängt hatte. Hurd hatte seine frühere Mitarbeiterin Jodie Fisher nach bisherigem Kenntnisstand des öfteren auf Firmenkosten zum Essen eingeladen, ohne das bei seinen Spesen hinterher anzugeben.

Hannover Rück trotz Ölpest-Belastung «voll im Plan»