Wiesbaden (dpa) - Die Wirtschaftserholung lässt die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland wieder steigen. Profitieren konnten im ersten Halbjahr 2010 aber nur die Großstädte, die viele Geschäftsreisende anziehen.

In kleineren Städten und Gemeinden blieben die Übernachtungszahlen nahezu konstant, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern stieg die Zahl der erfassten Übernachtungen um neun Prozent auf 47,7 Millionen. Im übrigen Bundesgebiet blieben die Gästeübernachtungen dagegen mit 119,4 Millionen auf dem Niveau des Vorjahreshalbjahres. Insgesamt ergibt sich damit ein Plus von drei Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2009.

Besonders stark stieg die Nachfrage aus dem Ausland, die im Zuge der globalen Wirtschaftskrise gesunken war. 25,6 Millionen Übernachtungen von Ausländern wurden erfasst, das bedeutet einen Anstieg um neun Prozent. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um zwei Prozent.

Für die Hotels weisen die Statistiker ein Plus von vier Prozent auf 101,8 Millionen Übernachtungen aus. Rehakliniken verbuchten ein Plus von zwei Prozent auf 22,3 Millionen Übernachtungen. Bei den übrigen Unterkünften wie Ferienwohnungen oder Campingplätzen blieben die Übernachtungszahlen insgesamt unverändert.

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes