Barcelona (dpa) - Neue Verwirrung im Wechsel-Theater um Werder Bremens WM-Star Mesut Özil. Der Fußball-Bundesligist dementierte am Dienstag umgehend spanische Medienberichte, wonach Özil unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Barcelona steht.

«Die Meldung ist falsch. Es gibt keine Gespräche und kein Angebot vom FC Barcelona», sagte Werders Mediendirektor Tino Polster. Die Fachblätter «Sport» und «El Mundo Deportivo» hatten zuvor übereinstimmend berichtet, ein Wechsel Özils zum spanischen Meister sei «fast perfekt». Demnach habe sich Barça mit Werder grundsätzlich auf eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro verständigt. Mit dem Mittelfeldspieler hätten die Katalanen Einigkeit über einen Vierjahresvertrag erzielt. Um den Transfer unter Dach und Fach zu bringen, fehle nur noch die Zustimmung von Barça-Trainer Josep Guardiola.

Laut Werder ist diese Darstellung aber falsch. Auch von anderen Clubs gebe es nach wie vor keine Angebote für den 21-Jährigen. Özil selbst äußerte sich zudem zurückhaltend. «Davon weiß ich nichts. Über andere Vereine rede ich auch nicht. Ich bin hier, weil ich einen Vertrag habe und das respektiere ich», sagte der Mittelfeldspieler.

Der Kontrakt des deutschen Nationalspielers in Bremen läuft noch ein Jahr. Daher würde Werder nur noch in diesem Jahr bei einem Wechsel eine Ablösesumme bekommen. Mit Spannung erwartet wird daher das Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation am 18. August gegen Sampdoria Genua. Sollte Özil dort zum Einsatz kommen, ist er für einen sofortigen Wechsel zu einem großen europäischen Club deutlich uninteressanter, da er in diesem Jahr für keinen anderen Verein mehr in der Champions League spielen dürfte.

Auch Nationaltrainer Joachim Löw scheint einen sofortigen Wechsel Özils für dessen persönliche Entwicklung zu begrüßen. «Sollte er diesen Schritt tun, kann man sagen, dass bei Barcelona zu spielen, etwas ganz Besonderes für einen Spieler ist», sagte Löw bei der Nationalmannschaft in Kopenhagen.

Allerdings ließ auch Löw Zweifel an den spanischen Medienberichten erkennen. «Über einen möglichen Wechsel bin ich nicht informiert», sagte der Bundestrainer.