Nürnberg (dpa) - Vorzieh-Effekte bei Solarstrom-Finanzierungen haben das Kreditgeschäft der Umweltbank im ersten Halbjahr kräftig angekurbelt - und zugleich für wachsende Gewinne gesorgt.

Der Überschuss des auf ökologische Projekte spezialisierten Geldhauses stieg im ersten Halbjahr um 37 Prozent auf 5,4 Millionen Euro. Das teilte die Umweltbank am Dienstag in Nürnberg mit. Das Kreditvolumen wuchs in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Gut zwei Drittel der 913 neu geförderten Umweltprojekte seien Solarinvestitionen gewesen. Der Gesetzgeber hatte zum 1. Juli die Einspeisevergütung für Solarstrom gekürzt und damit viele Investoren dazu bewogen, Solarstromprojekte schneller umzusetzen als zunächst geplant.

Deutlich schwächer ls in den Vorquartalen stiegen hingegen die Kundeneinlagen. Bis zum 30. Juni legten Umweltbank-Kunden 1,08 Milliarden Euro bei dem Geldhaus an. Dies waren 8,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2009 waren die Kundeneinlagen um 22 Prozent gestiegen. Die Zahl der Umweltbank- Kunden stieg von Januar bis Ende Juni um 3740 auf 83 174. Die Entwicklung zeige, dass das Interesse von Sparern an einer ethisch-ökologischen Geldanlage weiter wachse.

Pressemitteilung der Umweltbank AG