Berlin (dpa) - Die Frida-Kahlo-Ausstellung in Berlin hat mit 235 000 Gästen einen Besucherrekord verzeichnet. Die bislang größte deutsche Retrospektive der legendären mexikanischen Malerin im Martin-Gropius-Bau ging in der Nacht zum Dienstag nach gut 14 Wochen zu Ende.

Das renommierte Museum hatte noch nie zuvor bei der Ausstellung eines einzelnen Künstlers auch nur annähernd so hohe Besucherzahlen, wie Direktor Gereon Sievernich mitteilte.

Bis zuletzt standen die Kahlo-Fans Schlange, um die farbintensiven und symbolträchtigen Bilder zu sehen. Trotz verlängerter Öffnungszeiten hatte es in den vergangenen Tagen Wartezeiten von sieben Stunden und mehr gegeben. Zu sehen waren rund 150 hochkarätige und teils unbekannte Werke der Malerin (1907-1954). Die meisten kamen aus Mexiko und den USA. Vom 1. September bis 5. Dezember wird die Schau nun im Kunstforum Wien gezeigt.

Zeitgleich mit der Kahlo-Retrospektive ging auch die spektakuläre Ausstellung des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson zu Ende. Sie verzeichnete 180 000 Besucher. Sievernich sagte, die eigens für den Gropius-Bau gestaltete Ausstellung sei «die poetischste und schönste Schau» eines zeitgenössischen Künstlers seit Wiedereröffnung des Hauses gewesen.

Eine Sprecherin nannte die zusammen mehr als 400 000 Besucher ein «sensationelles Ergebnis». Die bisher bestbesuchte Einzelschau im Gropius-Bau war 2004 eine Retrospektive des französischen «Jahrhundert-Fotografen» Henri Cartier-Bresson, die 104 000 Besucher anzog.