Washington/San Francisco (dpa) - Beim Absturz eines einmotorigen Wasserflugzeugs im US-Staat Alaska sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie der US-Sender CNN am Dienstag berichtete, ist der ehemalige US-Senator Ted Stevens unter den Opfern.

Seine Familie sei über den Tod des 86-jährigen Republikaners informiert worden, hieß es. Besondere Tragik: 1978 wurde Stevens' Frau bei einem Flugzeugabsturz getötet. Er selbst überlebte.

An Bord waren auch der Nordamerika-Chef des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Sean O'Keefe. Er und sein mitreisender Sohn überlebten das Unglück, wie das Unternehmen mitteilte. Neben ihnen kamen zwei weitere Menschen mit dem Leben davon.

Nach Medienberichten waren O'Keefe und Stevens zusammen mit ihren Söhnen zu einem Jagdausflug unterwegs. Insgesamt waren neun Personen an Bord. Nach ersten Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA überlebten mindestens zwei Insassen den Unfall schwer verletzt.

Das 53 Jahre alte Flugzeug stürzte am Montagabend (Ortszeit) etwa 30 Kilometer von dem kleinen Ort Dillingham entfernt in unwegsames Gelände. Zur Unfallzeit regnete es leicht, es war windig, die Sicht war schlecht. Der Pilot einer anderen Maschine entdeckte das Wrack am Boden. Das Wetter erschwerte die Rettungsarbeiten.

Stevens zählte zu dienstältesten Senatoren, als er 2008 aus dem Amt schied. Er war damals in einem Korruptionsskandal in Alaska schuldig gesprochen worden, das Urteil wurde später wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.

Sean O'Keefe war von 2001 bis 2005 Chef der NASA. Nach dem Absturz der Raumfähre «Columbia» 2003 mit sieben Astronauten an Bord musste er die US-Raumfahrtbehörde durch schweres Fahrwasser steuern. Die Shuttle-Flüge wurden vorübergehend ausgesetzt, die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verstärkt.