Berlin (dpa) - Der ehemalige US-Sprintstar Antonio Pettigrew ist im Alter von 42 Jahren gestorben. Pettigrew sei tot in seinem Auto gefunden worden, teilte die University of North Carolina mit.

Dort hatte Pettigrew zuletzt als Assistenztrainer gearbeitet. Über die genauen Umstände seines Todes wurde zunächst nichts bekannt. Pettigrew hinterlässt Ehefrau Cassandra und Sohn Antonio Junior.

Nach seiner Karriere hatte der Sprinter im Mai 2008 im Meineid-Prozess gegen seinen Ex-Trainer Trevor Graham Dopingmissbrauch zugegeben. Seine bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney mit der 4 x 400 Meter-Staffel der USA gewonnene Goldmedaille gab er ebenso zurück wie die WM-Goldmedaillen von 1997, 1999 und 2001 mit der US- Staffel.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte der Staffel von 2000, der neben Pettigrew noch Michael Johnson und die Zwillinge Alvin und Calvin Harrison angehörten, im Jahr 2008 auch formal die Medaillen aberkannt.

Ebenfalls vor zwei Jahren annullierte der Leichtathletik-Weltverband IAAF den Weltrekord der amerikanischen 4 x 400-Meter- Staffel von 1998 (2:54,20 Minuten). Pettigrew war Mitglied dieses Quartetts. In dem Prozess gegen Graham hatte er erklärt, von 1997 an mit EPO und Wachstumshormonen gedopt zu haben.