Athen (dpa) - Das hochverschuldete Griechenland hat neue Erfolge im Kampf gegen die Schuldenkrise gemeldet. Das Defizit des Haushaltes ist im ersten Halbjahr 2010 um 39,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen.

Damit wurde knapp das Ziel (39,5 Prozent) übertroffen, das die Europäische Zentralbank (EZB), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Union (EU) gesetzt hatten.

Um dieses Ziel zu erreichen, musste Athen seine Ausgaben, vor allem durch Lohnkürzungen für Staatsbedienstete, um etwa zehn Prozent reduzieren. Nicht gut laufe dagegen die Einnahmenseite. Die Steuererfassung hinkt hinter dem Ziel einer Erhöhung von Einnahmen um 13,7 Prozent deutlich hinterher. Die Einnahmen stiegen um nur 4,1 Prozent. Dies berichtete am Mittwoch die griechische Presse unter Berufung auf Angaben des griechischen Finanzministeriums.

Experten des IWF, der EZB und der EU hatten bereits am 5. August diese Zahlen nach mehrtägigen Kontrollen der Bücher in Athen gesehen und erklärt, Athen könne fest mit frischem Geld aus dem insgesamt 110 Milliarden Euro schweren Rettungspaket rechnen.