Hagen (dpa) - Die Lust der deutschen Verbraucher auf ein bisschen Luxus hat dem Handelskonzern Douglas erneut auf die Sprünge geholfen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 konnte Douglas Umsatz und Gewinn steigern, auch wenn in einigen Auslandsmärkten das Geschäft nach wie vor nicht rund läuft. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr sieht sich der Konzern weiter auf Kurs und bestätigte seine Ziele.

In den Monaten Oktober bis Juni stieg der Umsatz konzernweit um 3,2 Prozent auf 2,56 Milliarden Euro, wie Douglas am Mittwoch in Hagen mitteilte. Etwa zwei Drittel des Umsatzes steuerten die deutschen Konsumenten bei. Aber auch die Beteiligung an dem Online- Buchhändler buch.de, der seit Dezember voll konsolidiert wird, wirkte sich positiv aus. Auf vergleichbarer Basis blieb der Umsatz stabil. Unter dem Strich verdiente Douglas mit 89 Millionen Euro 18,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Konzern zählt mit seinen Parfümerien, Buchhandlungen (Thalia), Schmuckgeschäften (Christ) und Süßwarenläden (Hussel) zu den klassischen Profiteuren des Weihnachts- und Ostergeschäfts. Douglas ist auch Betreiber des Damenmode-Filialisten AppelrathCüpper. Insgesamt betrieb Douglas Ende Juni 1977 Fachgeschäfte.

Die Parfümerien steuern nach wie vor den größten Teil zum Umsatz bei, gefolgt von der Buchsparte Thalia. Im Schmucksegment ist der Konzern mit seinen Christ-Filialen vertreten, die in den ersten neun Monaten ebenfalls mehr Umsatz einbrachten und laut Douglas vom Vertrieb von Exklusiv- und Trendmarken (Jette, Pandora) profitierten. Ein deutliches Minus wiesen die Modehäuser AppelrathCüpper auf. Douglas baut die Kette derzeit um und versucht, eine jüngere Kundschaft zu gewinnen. Im Januar hatte das Unternehmen eine Filiale in Berlin geschlossen und dadurch Umsatz verloren.