Berlin (dpa) - Viele Politiker wollen nicht, dass ihr Haus in Google Street View abgebildet wird - und auch so mancher Promi hat etwas gegen derlei Darstellung seines Heimes.

«Sie müssten die Leute erst fragen, ob sie da drin sein wollen und dann erst aufnehmen», sagte Schauspielerin Gaby Dohm (66) der Nachrichtenagentur dpa. Das Prozedere sei aber genau umgekehrt. «Ich empfinde das als großen Einschnitt in die Privatsphäre.»

Schlagersänger Jürgen Drews (65) hingegen betonte: «Ich habe damit überhaupt kein Problem.» Er verstehe zwar Einwände, dass etwa Einbrechern die Vorbereitung erleichtert werde, aber: «Wenn es jetzt nicht kommt, dann kommt es in fünf Jahren oder in zehn Jahren, es kommt definitiv.» Die Menschen müssten sich daran gewöhnen, dass die Welt zunehmend gläsern werde. «Ich hab nichts zu verbergen. Und wenn einer rauskriegen will, wo ich wohne und es wirklich auf mich abgesehen hat, dann schafft er das auch ohne Google.»

Google hatte überraschend angekündigt, von Herbst an in seinen Onlinekarten von Deutschland auch Fotos von Häusern und Straßen im Internet zeigen zu wollen. Über Formulare lässt sich beantragen, dass das eigene Heim oder auch die Mietwohnung bei diesem «Google Street View» unkenntlich gemacht wird.