Berlin (dpa) - In der Debatte um die Hartz-IV-Reform hat sich die CSU klar gegen Bildungsgutscheine für Kinder ausgesprochen. Diese seien «ein kollektives Misstrauensvotum gegen Langzeitarbeitslose und wirken diskriminierend». Das sagte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer der «Berliner Zeitung». Damit stellte sie sich gegen Bundessozialministerin Ursula von der Leyen, die die 1,7 Millionen Kinder in Hartz-IV-Familien vor allem über Gutscheine oder kostenlose Angebote besser fördern will. Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass die Bundesregierung die Hartz-IV-Regelsätze neu berechnen muss. Dies bedeutet aber nicht automatisch mehr Geld.