NEW YORK (dpa-AFX) - Gewinnmitnahmen haben den Euro <EURUS.FX1> am Montag wieder deutlich unter die Marke von 1,33 US-Dollar gedrückt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3228 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3253 (Freitag: 1,3176) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7545 (0,7590) Euro.

"Nach dem kräftigen Sprung am Freitag überwiegen zum Wochenstart Gewinnmitnahmen", sagte Commerzbank-Devisenexpertin You-Na Park. Die US-Arbeitsmarktdaten hätten am Freitag sehr deutlich enttäuscht und entsprechend starke Gewinne beim Euro ausgelöst. Neue Impulse habe der Markt mangels neuer entscheidender Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone nicht erhalten.

Für Zurückhaltung sorgt ihrer Meinung nach aber auch die am Dienstagabend anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Dabei rechneten Ökonomen zwar nicht mit konkreten Schritten, aber kleineren Veränderungen beim Kommentar. "Hier dürften die enttäuschenden Konjunkturdaten der vergangenen Wochen Spuren hinterlassen", sagte die Expertin.

Omer Esiner, Chef-Marktanalyst bei Commonwealth Foreign Exchange in Washington, hält allerdings eine gewisse Wahrscheinlichkeit neuer Schritte der Fed bereits für eingepreist. Falls es tatsächlich zu konkreten Maßnahmen kommen werde, dürfte dies dem Dollar kurzfristig den Wind aus den Segeln nehmen, so Esiner. Händler verwiesen zunächst aber auch auf wichtige charttechnische Marken, die mit dem Fall unter 1,3250 und 1,3240 Dollar gebrochen worden seien.