Berlin (dpa) - Patienten in Deutschland sollen bei der Arztsuche vom nächsten Jahr an bundesweit auf Versicherten-Bewertungen im Internet zurückgreifen können. Dazu lässt die AOK die niedergelassenen Ärzte durch ihre Versicherten beurteilen.

Kommen pro Haus- oder Facharzt zehn Bewertungen zusammen, werden die Ergebnisse im AOK-Arztnavigator veröffentlicht, teilte der Vizevorsitzende des AOK-Bundesverbands Jürgen Graalmann am Freitag bei einer AOK- Veranstaltung in Neuruppin mit.

Die Ergebnisse sind für alle im Internet frei zugänglich. «Die Patienten werden keine Möglichkeit haben, Schmähkritik abzugeben», versicherte Graalmann. Vielmehr können sie sich durch einen Bogen mit 33 Fragen klicken - nach Wartezeiten, Praxis-Organisation und eine ausreichende Information der Patienten durch ihre Ärzte.

Bereits seit Juni können die AOK-Versicherten in Berlin, Hamburg und Thüringen die Internet-Bewertung vornehmen. Geplant sei, dies Anfang 2011 bundesweit auszuweiten. Bereits vor einem Jahr war der Navigator angekündigt worden und hatte in der Ärzteschaft heftigen Protest ausgelöst. Nun seien die Ärzte ebenso eingebunden wie Datenschützer, sagte Graalmann. Auch die Barmer GEK peile die Teilnahme an dem Arztnavigator an.

Weitere vergleichbare Angebote gibt es für Kliniken und Pflegeheime

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