Berlin (dpa) - Gleich nach dem Chef-Wechsel bei Nokia bringt das finnische Unternehmen einen Hoffnungsträger heraus: Das neue Smartphone N8 soll den rückläufigen Trend bei den Marktanteilen stoppen.

Das Mobiltelefon bietet weit reichende Multimedia-Fähigkeiten wie eine 12-Megapixel-Kamera, HD-Video und HDMI-Anschluss zum Fernsehgerät. Das N8 ist das erste Nokia-Handy mit dem aktualisierten Betriebssystem Symbian 3, das unter anderem die grafische Benutzeroberfläche erneuert. Dabei kommt die Technik Qt zum Einsatz, die das 2008 von Nokia übernommene norwegische Unternehmen Trolltech entwickelt hat. Ein weiterer Nokia-Zukauf, der Geodaten-Anbieter Navteq, kümmert sich um Navigation und Routenplanung.

Bei zentralen Anwendungen wie dem Browser hat Nokia zuletzt allerdings viele Nutzer vergrault, so dass diese für das Surfen im Web lieber alternative Angebote wie Opera verwenden. Google-Vorstandschef Eric Schmidt sagte am Donnerstag in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Nokia ist ein sehr großer Handyhersteller, aber die Browser seines Smartphones entsprechen nicht dem Stand der Technik.»

Der ARM-Prozessor mit einer Taktrate von 688 Megahertz soll alle Anwendungen flüssig auf den Bildschirm bringen. Der Ovi-Store - das Pendant zum iTunes App Store von Apple - hält nach Angaben von Firmensprecher Robert Jeschonnek 13 000 Anwendungen bereit. «Wir glauben, mit dem N8 haben wir einen wirklichen Meilenstein gesetzt», sagte Jeschonnek kürzlich bei einer Präsentation in Berlin. Das neue Smartphone soll Ende September zu einem Preis von 479 Euro ohne Mobilfunkvertrag in den Handel kommen.

Nokia-Webseite zum N8