Berlin/Paris (dpa) - Aus der französischen Version einer Bild-Zeitung wurde nichts, jetzt steigt der Medienkonzern Axel Springer in Frankreich ins Online-Immobiliengeschäft ein. Axel Springer will den Betreiber von Immobilienportalen seloger.com SA übernehmen, teilte das Unternehmen mit.

Bislang habe man 12,4 Prozent der Aktien erworben und 34 Euro pro Anteil bezahlt. Der Verlag will nun ein öffentliches Angebot zum Erwerb aller ausstehenden Aktien abgeben. Insgesamt werde Seloger.com mit 566 Millionen Euro bewertet.

Axel Springer geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung und Internationalisierung. Das Angebot muss noch von der Kartellaufsicht genehmigt werden. Seloger.com betreibt sechs Immobilienportale, unter anderem www.seloger.com und www.immostreet.com. Nach Unternehmensangaben nutzen rund 80 Prozent der Immobilienmakler im Großraum Paris Seloger.com SA, um ihre Objekte zum Kauf oder zur Vermietung anzubieten.

In der ersten Jahreshälfte 2010 steigerte seloger.com den Konzernumsatz um 11,2 Prozent auf 39,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 12,9 Prozent auf 20,5 Millionen Euro.