Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler rechnet in knapp zwei Monaten mit der Rückkehr des verletzten Michael Ballack.

«Wir hoffen, dass Michael gegen Mitte November wieder ins Training einsteigen kann. Aber er wird nach der erneuten Verletzung erst dann wieder spielen, wenn er sich wirklich hundertprozentig fit fühlt», sagte Völler der «Welt». Denn eines sei DFB-Kapitän Ballack nach den jüngsten Erfahrungen auch klar: «Er wird wieder mit Argusaugen beobachtet werden», so Völler.

Ballack hatte sich am 11. September in der Bundesliga-Partie bei Hannover 96 (2:2) eine Fraktur im Schienbeinkopf des linken Beines zugezogen. Danach war der Europa-League-Teilnehmer von einem sechswöchigen Ausfall des deutschen Fußball-Nationalspielers ausgegangen. Bayer-Sprecher Dirk Mesch sagte allerdings, eine genaue Rückkehr-Prognose sei derzeit nicht möglich.

«Derzeit darf Michael Ballack sein Bein nicht belasten», sagte Mesch der Nachrichtenagentur dpa. Sobald dieses Handicap überwunden ist, steht für Ballack, der am 26. September 34 Jahre alt wird, der Beginn der Reha-Maßnahmen an. Eine Wiederaufnahme des Trainings könne in der Prognose um zwei Wochen differieren, meinte Mesch.

Ein anderes aktuelles Problem hat die Werkself bereits gelöst: Wegen eines in Spanien angekündigten Generalstreiks reist die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes einen Tag früher als vorgesehen zum Europa-League-Gruppenspiel bei Titelverteidiger Atlético Madrid.

«Diese Entscheidung ist aufgrund einer Empfehlung der UEFA so gefallen», sagte Mesch. Laut ursprünglicher Planung wollte der Bayer-Tross den Flug von Köln/Bonn nach Madrid am 29. September antreten. Neuer Abreisetermin für die Mannschaft ist jetzt ein Tag früher, ebenfalls vom Flughafen Köln/Bonn.