NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EURUS.FX1> hat am Freitag von einem unerwartet geringen Stellenabbau in den USA profitiert. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,2882 US-Dollar und damit gut einen halben Cent mehr als zu Beginn des Börsenhandels in Europa. Angesichts der gestiegenen Risikofreude der Anleger sei die als relativ sicher geltende US-Währung gemieden worden, sagten Börsianer. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2834 (Donnerstag: 1,2818) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7792 (0,7802) Euro.

Etwas skeptisch äußerte sich jedoch Fabian Eliasson, Stellvertretender Leiter des Währungshandels bei der Mizuho Corporate Bank: Die Kursgewinne des Euro nach den guten Konjunkturdaten in dieser Woche seien ebenso übertrieben wie die vorangegangenen Kursverluste nach den enttäuschenden US-Daten. Es seien immer noch viele Menschen ohne Arbeit. Deshalb werde es noch lange dauern, bis der Arbeitsmarkt wieder zur Normalität zurückkehre.