Nürnberg (dpa) - Hochqualifizierte Arbeitskräfte zieht es einer Studie zufolge am häufigsten nach Hamburg, München und Bremen. Diese Städte punkten gerade bei klugen Köpfen, die einen Wohnortwechsel mit einem Arbeitsplatzwechsel verbinden, besonders oft.

Dies teilte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mit. Ohnehin verdienten fast 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ihr Geld in Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern. Besonders die Metropolen fungierten als Arbeitsmarktzentren.

Allerdings sind nicht alle Städte gleich attraktiv: Frankfurt und Stuttgart etwa verzeichnen bei Akademikern mehr Weg- als Zuzüge, während mittel- und gering qualifizierte Beschäftigte hinzukommen. Aus Dortmund, Essen, Dresden und Leipzig ziehen Arbeitskräfte aller Qualifikationsniveaus per Saldo weg.

Auffällig sei, dass in den vergangen Jahren eine starke Abwanderung von Einwohnern ins Umland der großen Zentren stattgefunden hat, hieß es. So ist München unter den Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern die einzige, in der die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Einwohner nicht zurückging. «Allerdings weisen einige aktuelle Ergebnisse auf eine abnehmende Intensität dieser Stadt-Umland-Wanderungen hin», erläuterten die IAB-Forscherinnen. Sie hatten Wohnort- und Arbeitsortwechsel zwischen den Jahren 2000 und 2007 untersucht.