Berlin (dpa) - Ist der Bauer aus dem Haus, tanzen die Mäuse. Während der Landwirt im Krankenhaus liegt und seine Tiere derweil allein lässt, erobert sich die Natur Stück für Stück von seinem Hof und dem kultivierten Land zurück.

Die französischen Regisseure Dominique Garing und Frédéric Goupil beobachten in ihrer mit Fiktion gemischten Dokumentation vor allem genauestens, was passiert, wenn Tiere plötzlich wieder auf sich allein gestellt sind und für sich selbst sorgen müssen. Angefangen bei der Maus bis hin zum Pferd im Stall - alle, auch die längst gezähmten Bauernhof-Bewohner, befreien sich nach und nach von menschlichen Zwängen und leben wieder ihr eigenes Leben.

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat «Besonders wertvoll» insbesondere deswegen, weil hier die Grenze zwischen Fiktion und Dokumentation auf faszinierende Weise verschwimmt.

(Die wilde Farm, Frankreich, Deutschland 2009, 90 Min., FSK o. A., von Dominique Garing, Frédéric Goupil)

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