Izmir (dpa) - Mit dem vorzeitigen Gewinn des Vier-Länder-Turniers in der Türkei haben Deutschlands Basketballer auf dem Weg zur Europameisterschaft ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.

Die DBB-Auswahl feierte dem 79:72 (43:35) gegen den Gastgeber den zweiten Sieg und kann dank der gewonnenen Direktvergleiche gegen Vize-Weltmeister Türkei und den EM-Zweiten Serbien von der Konkurrenz nicht mehr überflügelt werden. Zum Turnierabschluss trifft Deutschland am Samstag (14.00 Uhr) auf die bislang sieglose Ukraine.

Auch ohne Superstar Dirk Nowitzki und dessen NBA-Kollegen Chris Kaman überzeugte das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann mit einer konzentrierten Leistung und ging als verdienter Sieger vom Parkett. Bester Werfer war Tibor Pleiß vom deutschen Meister Brose Baskets Bamberg mit 20 Punkten. Ihm standen Robin Benzing (16) und Heiko Schaffartzik (15) kaum nach. «Die türkischen Fans haben uns mit Applaus verabschiedet. Das sagt, glaube ich, alles. Wir haben eine Leistung von hoher Qualität abgeliefert und uns hervorragend verkauft», lobte Bauermann.

Wie schon am Vortag beim 59:58 gegen EM-Vorrundengegner Serbien erwischten die DBB-Herren einen gelungenen Start. Nach vier Minuten hieß es 10:5, doch dann kamen auch die Hausherren auf Touren und gingen beim 15:13 (9.) erstmals in Führung.

Die junge deutsche Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Mit einem energischen Zwischenspurt zog sie vom 18:20 auf 28:20 davon und behauptete diesen Vorsprung bis zur Halbzeit. Auch im zweiten Durchgang behielt die Bauermann-Truppe die Kontrolle über die Partie und ließ die Türken nie näher als auf fünf Punkte herankommen.

In der kommenden Woche werden Nowitzki und Kaman zum Team stoßen, aus dem Bauermann vor dem Supercup drei, vier Spieler aussortieren wird. «Das ist notwendig, denn mit der Ankunft von Dirk und Chris wird sich alles verändern, das darf man nicht unterschätzen», sagte der Bundestrainer.

Bei den Heimauftritten vor der EM wird sein Team von einer Welle der Begeisterung getragen. Für die Vorbereitungsspiele von Nowitzki & Co. beim Supercup sowie gegen Bosnien-Herzegowina und China sind rund 60 000 Tickets verkauft worden. Damit sind die Hallen in Bamberg, Bremen, München und Berlin so gut wie ausverkauft. «Es ist eine großartige Sache, dass die Länderspiele unserer Nationalmannschaft ein so großes Interesse hervorrufen», sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.