New York (dpa) - Dank guter Daten vom Einzelhandel sind die US-Börsen zum Wochenschluss auf Erholungskurs geblieben. In den USA waren die Branchenumsätze im Juli so stark gestiegen wie seit vier Monaten nicht mehr.

Dies hatte Börsianern zufolge Befürchtungen bezüglich einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums gemildert. Allerdings hatte sich in den Vereinigten Staaten auch das Konsumklima im August überraschend stark eingetrübt, so dass die Kursgewinne am Ende nur moderat ausfielen. Wegen der deutlichen Zuggewinne am Vortag verbuchten die US-Börsen unter dem Strich dennoch die größte Zweitagesrally seit März 2009.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial kletterte am Freitag um 1,13 Prozent auf 11269,02 Punkte. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex nach positiven Arbeitsmarktdaten bereits knapp 4 Prozent gewonnen. Dennoch steht seit vergangenem Freitag insgesamt noch ein Minus von 1,53 Prozent zu Buche. Seit dem Hoch vor gut drei Wochen hat der weltweit bekannteste Index sogar fast 12 Prozent an Wert eingebüßt.

Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Freitag um 0,53 Prozent auf 1178,81 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,69 Prozent auf 2182,05 Punkte vor, während der breitere Composite-Index 0,61 Prozent auf 2507,98 Punkte zulegte.

Die Nervosität an der Wall Street nahm etwas ab. Dies verdeutlicht der Kursverlauf des Volatilitätsindexes Vix, der ein Maß für die Schwankungen am US-Aktienmarkt liefert. So verbuchte dieser Index am Freitag einen Abschlag von fast 3 auf gut 36 Punkte. Dies ist zwar weiterhin ein hohes Niveau, da er vor gut drei Wochen bei rund 18 Punkten notiert hatte. Am vergangenen Montag jedoch, als der Dow nach der Abstufung der US-Kreditwürdigkeit über 600 Punkte verloren hatte, war der Vix auf 48 Punkte nach oben geschnellt.

Die zuletzt starken Schwankungen ausgesetzten Finanzwerte gaben zum Wochenschluss wieder überwiegend nach. So fielen die Papiere der Bank of America um 0,83 Prozent auf 7,19 US-Dollar, die JPMorgan-Anteilsscheine sogar um 2,13 Prozent auf 35,91 Dollar.

Spitzenreiter im Dow hingegen waren die Titel des Flugzeugbauers Boeing, die sich um 4,93 Prozent auf 61,75 Dollar verteuerten. Dahinter folgten die Papiere des Computerherstellers Hewlett-Packard (HP), die mit plus 4,09 Prozent von einer frischen Kaufempfehlung der Investmentbank Jefferies profitierten.