Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die Wirtschaft im Euroraum in schwierigem Fahrwasser. Die Unsicherheiten für den Ausblick seien derzeit «besonders hoch», schreibt die EZB in ihrem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht

Nach den jüngsten Wirtschaftsdaten habe sich das Wirtschaftswachstum nach dem von Deutschland angeführten fulminanten Start ins Jahr bereits wieder abgeschwächt. Trotz der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten, der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise und der flauen Konjunktur in den USA werde die Wirtschaft im Euroraum aber auch in den kommenden Monaten weiter moderat wachsen.

Einen breit angelegten Inflationsdruck sehen die Währungshüter derzeit nicht. Im Juli hatte die Inflationsrate im Euroraum bei 2,5 Prozent gelegen nach 2,7 Prozent zuvor. Damit lag sie immer noch deutlich über dem Wert von knapp unter zwei Prozent, bei dem die EZB die Preisstabilität gewahrt sieht. Nach den Prognosen der Notenbank dürfte die Inflationsrate getrieben von hohen Preisen für Energie und Rohstoffe auch in den kommenden Monaten «deutlich über 2 Prozent liegen».

Monatsbericht August