Schwangau (dpa) - Nach einem Seilbahnunfall nahe dem Schloss Neuschwanstein im Allgäu haben die Rettungskräfte am frühen Morgen mit der Bergung begonnen.

Zunächst wurden 17 Menschen mit einem Seil nach oben in einen Hubschrauber gezogen und in Sicherheit gebracht. Darunter waren die fünf Kinder. Die Betroffenen wurden in ein Zelt gebracht, wo sie medizinisch betreut und mit Essen, Getränken und Decken versorgt wurden. Alle seien den Umständen entsprechend wohlauf, sagte ein Polizeisprecher.

Die Helfer hatten kurz nach Sonnenaufgang mit der Bergung begonnen. Zwei Männer waren die ersten, die wieder sicheren Boden betraten. Zwei Hubschrauber wechseln sich mit der Rettung der Eingeschlossenen ab. Bislang sei die Aktion ohne Probleme verlaufen, sagte der Sprecher der Bergwacht Allgäu, Roland Ampenberger. Insgesamt warten jetzt noch 3 Menschen darauf, nach mehr als 18 Stunden aus der Gondel gerettet zu werden.

Am Freitagnachmittag hatte sich ein Gleitschirm in der Tegelbergbahn bei Schwangau verfangen und sie damit lahmgelegt. 132 Menschen mussten von der Bergspitze aus zum Teil mit Hubschraubern ins Tal gebracht werden. Aus einer zweiten Gondel wurden noch bis zum Abend 30 Menschen abgeseilt.