München (dpa) - Hoher Favoritensieg im Frankfurter Stadtderby, klare Verhältnisse auch in Cottbus: Mit einem ungefährdeten 4:0 im ersten Lokalkampf gegen den den FSV Frankfurt seit fast 50 Jahren konnte die Eintracht eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie die Nummer 1 am Main ist.

Mit elf Punkten mischt das Team von Trainer Armin Veh in der 2. Fußball-Bundesliga nach dem Prestigeerfolg weiter ganz oben mit. «Das 1:0 war wichtig für uns, dann haben wir die Sicherheit bekommen», sagte Veh. Noch einen Zähler mehr als der Tabellendritte hat Energie Cottbus. Die Lausitzer bezwangen den Karlsruher SC im eigenen Stadion mit 2:0 und schlossen damit zum Spitzenreiter Greuther Fürth auf.

Für das Spiel des Jahres war der FSV Frankfurt sogar ins Eintracht-Stadion umgezogen - der Brutto-Einnahme von 1,2 Millionen Euro zuliebe. «Die Kulisse war trotz der Niederlage phantastisch», sagte FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen. Jubeln durften vor der Saisonrekord-Kulisse von 50 250 Zuschauern aber nur die «Gäste».

Sebastian Rode (17. Minute), Theofanis Gekas (31./Foulelfmeter) und Benjamin Köhler (40./88.) trafen für die Eintracht. Auch am 27. Januar 1962 hatte die Eintracht in der Oberliga Süd das letzte Derby gegen den FSV mit 4:0 gewonnen. «Wir waren in den Schlüsselszenen nicht clever genug», kommentierte Boysen enttäuscht.

In Cottbus bereitete der zweifache Torschütze Dimitar Rangelow - 1:0 Abstauber (14.), 2:0 Foulelfmeter (22.) - dem von einem Bandscheibenvorfall geplagten Trainer Claus-Dieter Wollitz Freude. «Ich will nicht rumjammern. Aber wenn wir weiter nach oben kommen wollen, müssen wir uns verbessern», erklärte Wollitz, dem die «Passivität» seiner Mannschaft nach der frühen Führung missfiel. In Dresden gewann der SC Paderborn nach Toren von Sören Gonther (35.) und Alban Meha (84.) mit 2:1. Für Dynamo verkürzte Robert Koch (90.).

Die vermeintlich unaufsteigbaren Fürther wollen es in dieser Saison wissen. Nach dem ungefährdeten 3:0 im bayerischen Derby gegen den sieglosen FC Ingolstadt genossen die Franken den Blick auf die Tabelle. «Es ist schön, wenn man von oben grüßen kann», sagte Torwart Max Grün. In Olivier Occean und Christopher Nöthe hat Fürth gleich zwei Torjäger - beide trafen zum vierten Mal in dieser Saison.

Die Tabellenführung könnte jedoch St. Pauli am Montagabend zum Abschluss des 5. Spieltags mit einem Heimerfolg gegen den MSV Duisburg zurückerobern. «Die Euphorie vor allem im Umfeld ist eine Gefahr», warnte Pauli-Trainer André Schubert angesichts der großen Erwartungshaltung beim Kiez-Club.