Düsseldorf (dpa) - Die Top-Teams sind auf Kurs, doch «Mannschaft der Stunde» ist Borussia Mönchengladbach. Der seit zehn Spielen nicht mehr besiegte Fast-Absteiger der Vorsaison zeigte bei der 4:1-Gala gegen den VfL Wolfsburg begeisternden Fußball und steht mit sieben Punkten als Tabellenführer da.

Hannover 96 verspielte den Clubrekord von drei Auftaktsiegen mit dem 1:1 gegen Aufsteiger Hertha BSC. Pokalsieger Schalke 04 gewann nach einem 0:2-Rückstand beim zuvor zweimal siegreichen FSV Mainz 05 noch mit 4:2. 2010/2011 hatte Mainz die ersten sieben Begegnungen gewonnen.

Die Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Bayern München feierten mehr oder weniger klare Siege. Werder Bremen zeigte beim 5:3 gegen den SC Freiburg eine spektakuläre Leistung. Am Tabellenende wartet der 1. FC Köln nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern noch immer auf den ersten Saisonsieg.

Rekordmeister Bayern spielte sich mit einer tollen Tore-Show wieder in die Herzen der Fans. Beim 5:0 gegen den Hamburger SV sprühten die Bayern vor Elan und trafen nach Herzenslust. «Heute gibt es eigentlich nichts zu verbessern», befand Arjen Robben, der erneut einen sehenswerten Treffer erzielte. Der HSV bot eine schwache Leistung, doch Michael Oenning erhielt Rückendeckung. «Wir stützen den Trainer. Er kriegt die Zeit, die er braucht», sagte Sportchef Frank Arnesen.

Meister BVB profitierte von seiner Heimstärke, musste sich das 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg durch Robert Lewandowski und Kevin Großkreutz aber hart erkämpfen. «Es war extrem zäh, wir haben uns zu wenig bewegt, konnten unser Kurzpassspiel nicht entfachen und hatten keine Ballsicherheit», bemängelte BVB-Verteidiger Mats Hummels.

Eine wesentlich bessere Leistung bot da schon Lucien Favres Borussia aus Mönchengladbach. Das 4:1 gegen Wolfsburg zeigte, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. «Wir können uns noch steigern, weil wir viel Potenzial haben», sagte Stürmer Mike Hanke. Mann des Abends war Raul Bobadilla, der eine tolle Leistung bot und von den Fans bejubelt wurde. «Wir haben uns in einen richtigen Rausch gespielt», meinte Doppel-Torschütze Marco Reus.

Eine spektakuläre Partie erlebten die Fans auch in Bremen. Den 5:3-Erfolg über den SC Freiburg sicherte sich Werder durch die Treffer von Aaron Hunt und Wesley erst in der Schlussphase. «Für die Zuschauer war das toll, aber unser Trainer wäre während des Spiels fast ausgerastet», sagte Bremens Torschütze Clemens Fritz. Freiburg wartet auf den ersten Saisonsieg.