Stuttgart (dpa) - Brasiliens Nationaltrainer Mano Menezes muss trotz der 2:3-Niederlage gegen Deutschland und der wachsenden Kritik von Fans und Medien vorerst nicht um seinen Job fürchten.

Der mächtige Verbands-Präsident Ricardo Teixeira gab dem 49-Jährigen noch am Mittwochabend in Stuttgart Rückendeckung. «Die Arbeit wird mit vollem Vertrauen fortgesetzt», sagte Teixeira.

Er habe bereits unmittelbar nach dem Spiel mit Menezes gesprochen und ihm seine Unterstützung beim Neuaufbau und bei der Verjüngung der «Seleção» zugesagt. «Präsident Ricardo Teixeira garantiert die Fortdauer der Erneuerungsarbeit in der Nationalmannschaft», verkündete der brasilianische Verband CBF auf seiner Internetseite.

Der erst vor einem Jahr zum Nationalcoach ernannte Menezes gerät immer stärker in die Kritik, weil seine Mannschaft zuletzt bei der Copa America bereits im Viertelfinale ausschied und in seiner Amtszeit noch kein Spiel gegen einen namhaften Gegner wie Deutschland oder Argentinien gewinnen konnte. Teixeira betonte aber, dass er die Risiken kenne, die mit einem solchen Neuaufbau verbunden seien, und dass die Ergebnisse am Anfang nicht immer die erwarteten sein würden.

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land baut Menezes verstärkt Jungstars wie Neymar, Ganso oder Pato in die «Seleção» ein. Teixeira möchte ihm nach eigenen Angaben Zeit geben, um die Mannschaft gezielt auf die WM vorzubereiten.