Berlin (dpa) - Die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße erinnert an die Opfer des DDR-Grenzregimes. Die Straße wurde mit dem Mauerbau vom 13. August 1961 zu einem Symbol der deutschen Teilung.

Die Häuser gehörten zum Osten, der Bürgersteig lag im Westen. Hier spielten sich dramatische Fluchtszenen ab. Mit rund 28 Millionen Euro von Land, Bund und Europäischer Union entsteht auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße auf einer Fläche von 4,4 Hektar eine Erinnerungslandschaft unter freiem Himmel. Sie kann Tag und Nacht besichtigt werden.

Am 50. Jahrestag des Mauerbaus wurde der zweite Abschnitt eröffnet. Bis Ende 2012 soll der Gedenkort komplett fertiggestellt sein. Besucher können sich das historische Gelände entlang eines original erhaltenen Weges auf einer Länge von 1,3 Kilometern erschließen. Einst patrouillierten hier DDR-Grenzposten .

Auf etwa 200 Metern sind Originalteile der Mauer stehengeblieben. Ein etwa 70 Meter langer Abschnitt präsentiert sich als nationales Denkmal. Im zweiten Abschnitt der Gedenklandschaft steht die Zerstörung der Stadt durch den Mauerbau im Mittelpunkt.

Durchgängiges Element in der neu gestalteten Gedenkstätte ist rostiger Stahl. Damit werden Spuren der Teilung wie beispielsweise Fundamente abgerissener Häuser, Eingänge zu einstigen Fluchttunneln und Signalzäune gekennzeichnet.

Zur Gedenkstätte gehört seit Jahren auch ein Dokumentationszentrum mit einer Ausstellung zur Geschichte der Mauer. Es soll demnächst umgestaltet werden.

Gedenkstätte Berliner Mauer