Frankfurt (dpa) - Nach den herben Verlusten der beiden Vortage ist der Dax zum Wochenschluss weitgehend auf der Stelle getreten. Der deutsche Leitindex startete zwar fest in den Handel, zeigte sich dann jedoch wenig entschlossen.

Am Freitagmittag legte er noch moderat um 0,07 Prozent auf 5.168,07 Punkte zu, nachdem er an den vergangenen beiden Handelstagen mehr als sieben Prozent eingebüßt hatte. Der MDax dagegen gab um weitere 0,41 Prozent auf 8.196,87 Punkte nach, und der TecDax verlor 0,49 Prozent auf 651,55 Punkte.

Leicht positiv wirkte sich die Ankündigung "starker und koordinierter Schritte" der Finanzminister und Zentralbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenstaaten zur Stabilisierung der Weltwirtschaft aus. Laut einem Händler sind deshalb nach den jüngsten Verlusten zunächst einige Schnäppchenjäger aktiv gewesen. "Allerdings will sich vor dem Wochenende keiner mehr zu weit aus dem Fenster legen", so der Börsianer.

Devisenmarktanalysten der Commerzbank kritisierten, das von den G-20 veröffentlichte Kommuniqué drücke nicht mehr als Zweckoptimismus aus und lasse kaum Durchschlagskraft für das nächste Treffen in Cannes erwarten. Im Blickfeld steht nun am Freitag der Beginn einer zweitägigen Tagung des IWF und der Weltbank.

Die Äußerungen der G-20 hatten positiven Einfluss auf die Bankenwerte. Angesichts des fragilen Finanzsystems seien die Zentralbanken demnach dazu bereit, den Finanzsektor mit der notwendigen Liquidität zu versorgen. Aktien der Commerzbank kletterten um 1,22 Prozent auf 1,582 Euro und Titel der Deutschen Bank legten 0,27 Prozent auf 21,955 Euro zu. Allerdings ist nach Einschätzung der Agentur Moody's die Gefahr einer Pleite griechischer Banken wegen der Schuldenkrise des Landes weiter gestiegen. Sie senkten die Kreditwürdigkeit von acht Instituten um zwei weitere Stufen.