New York (dpa) - Bei den Vereinten Nationen in New York steht heute der vorläufige Höhepunkt des Bemühens der Palästinenser um einen eignen Staat bevor. Trotz einer Vetodrohung der USA will Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Aufnahme eines Staates Palästina in die Weltorganisation beantragen.

Zwar werden dem kaum Chancen eingeräumt, dennoch scheint Abbas entschlossen, ein Zeichen setzen zu wollen.

Der Antrag soll gleich nach der mit Spannung erwarteten Rede des Palästinenserführers vor der Vollversammlung bei den UN eingereicht werden. Kurz nach Abbas wird auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprechen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an ihn bei einem Vier-Augen-Gespräch, ruhig und besonnen auf den palästinensischen Vorstoß zu regieren.

Fraglich ist, wie es danach weitergeht - auf den Straßen Ramallahs im Westjordanland ebenso wie an den Verhandlungstischen im Nahen Osten. Die Sorge vor neuem Blutvergießen ist groß. Wütende Palästinenser verbrannten am Donnerstag in Ramallah Bilder von US-Präsident Barack Obama nach dessen israelfreundlicher Rede. Nach Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy plädierte auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle für einen konkreten Fahrplan, der zu neuen Friedensverhandlungen führen soll.

Überblick über die Vollversammlung

Aufsatz zu den Chancen der Palästinenser