FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist am Freitag wieder deutlich unter die Marke von 1,35 US-Dollar gesunken. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3450 Dollar, nachdem sie in der Nacht zum Freitag noch gut einen Cent mehr gekostet hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,3448 (Mittwoch: 1,3636) Dollar festgesetzt. Seit Mittwochabend hat der Euro kräftige Verluste hinnehmen müssen.

Nach wie vor lastet die europäische Schuldenkrise auf dem Euro. Händler verwiesen auf jüngste Äußerungen aus der Politik und den Reihen der EZB: So soll der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos erstmals von einer geordneten Umschuldung Athens gesprochen haben, wie mehrere griechische Medien am Freitag berichteten. Demnach soll Venizelos bereits am Donnerstag vor Abgeordneten seiner Partei das Szenario eines Schuldenschnitts um 50 Prozent skizziert haben. Darüber hinaus schließt der niederländische Notenbankchef Klaas Knot eine Pleite Griechenlands nicht mehr aus: "Ich sage nicht, dass Griechenland nicht bankrott gehen kann", zitierte ihn die niederländische Wirtschaftszeitung "Het Financieele Dagblad" in einem Vorab-Bericht.