Kopenhagen (Dänemark) (SID) - Die WM-Dritte Ina-Yoko Teutenberg hat bei der Rad-WM in Kopenhagen scharfe Kritik an UCI-Präsident Pat McQuaid geübt. Der Ire sei "hinterwäldlerisch" und nicht "im 21. Jahrhundert angekommen", sagte die 36-Jährige nach dem Straßenrennen der Frauen, in dem sie das erste Edelmetall ihrer Laufbahn erkämpfte.

Der Chef des Weltverbandes hatte zuvor die Einführung eines Mindestgehalts im Frauen-Profiradsport ausgeschlossen. Dessen Entwicklung sei zwar sehr positiv, doch für diese Maßnahme sei die Zeit noch nicht reif, sagte McQuaid. "Das ist Bullshit. Der Frauenradsport ist in den letzten Jahren immer professioneller geworden. So etwas kann man denken, sollte man aber nicht laut sagen", meinte Teutenberg. McQuaid habe noch nicht ein Frauenrennen gesehen und könne sich gar keine Meinung bilden.

Ein Grundgehalt, wo man nicht abhängig sei von Freunden oder Familie, würde helfen. "Wir reden da vielleicht von einem Drittel des Gehalts der Männer. Im Moment verdienen manche nicht mal ein Zehntel. Es sollte doch das gleiche Recht für alle gelten", sagte die gebürtige Düsseldorferin, die als eine der weltbesten Sprinterinnen gilt.