München (dpa) - Das Münchner ifo-Institut gibt heute den Geschäftsklimaindex für den Monat September bekannt. Volkswirte gehen davon aus, dass sich die Konjunkturlaune der 7000 befragten Unternehmer erneut eingetrübt hat.

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten, die EU-Schuldenkrise und die triste Wirtschaftslage in den USA hatten den ifo-Index bereits im August von 112,9 auf 108,7 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 2010 einbrechen lassen. Nun wird ein weiterer Rückgang auf 107 Punkte erwartet.

«Der Rückgang würde erneut unterstreichen, dass die deutsche Wirtschaft deutlich an Fahrt verliert», meinten Analysten der Commerzbank. An einer Rezession, wie vereinzelt schon befürchtet, dürfte Deutschland jedoch ihrer Meinung nach «knapp vorbeischrammen».

Vor allem die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate dürften nach Meinung der Ökonomen pessimistisch ausfallen. Die aktuelle Lage dagegen könnte aufgrund der vielfach noch vollen Auftragsbücher positiver bewertet werden.