Bildung OECD: Zu wenig Hochqualifizierte in DeutschlandSeite 2/3

Kritik kam von der Opposition und den Gewerkschaften, DGB, GEW und VBE. «Das OECD-Zeugnis enthüllt (Bildungsministerin) Schavans "Bildungsrepublik" als Schönfärberei und Wunschdenken», sagte Kai Gehring von den Grünen. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft forderte vom Bund 20 Milliarden Euro, damit die Länder das Bildungssystem besser ausstatten können. Rosemarie Hein von den Linken, nannte es einen «Skandal, dass eines der reichsten Länder dieser Erde ausgerechnet bei der Bildung knausert». GEW-Chef Ulrich Thöne sagte: «Kernursachen der Probleme sind die chronische Unterfinanzierung des Bildungswesens und ein System, das mehr Menschen aussortiert als integriert.»

In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen, die in den nächsten Jahren in Deutschland aus dem Arbeitsleben ausscheiden, sind 2,46 Millionen Akademiker. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen ist diese Zahl mit 2,48 Millionen nur geringfügig höher. Gleichzeitig ist aber die Nachfrage nach Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt wegen der gestiegenen Qualifikationsanforderungen in der Wirtschaft weltweit erheblich gewachsen.

Wegen des knappen Angebots an akademischen Arbeitskräften müssen deutsche Arbeitgeber laut Bericht hierzulande deutlich mehr für diese qualifizierten Beschäftigten zahlen als in anderen OECD-Ländern. Im Schnitt sind dies 20 000 US-Dollar pro Jahr mehr. Schleicher: «Nie zuvor ist es den Besserqualifizierten bessergegangen. Und nie zuvor haben Geringqualifizierte so große Arbeitsmarktprobleme gehabt.»

Infos OECD-Berlin

PM OECD

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PM Bundesministerium

  • Quelle dpa
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